{"id":134,"date":"2023-09-12T00:46:19","date_gmt":"2023-09-11T22:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/wistrela.at\/diepraktischehausfrau\/?p=134"},"modified":"2023-09-20T12:50:08","modified_gmt":"2023-09-20T10:50:08","slug":"134","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wistrela.at\/diepraktischehausfrau\/2023\/09\/12\/134\/","title":{"rendered":"Kreuzschnabel und Rotkehlchen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"212\" height=\"397\" src=\"https:\/\/wistrela.at\/diepraktischehausfrau\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Rotkehlchen1897.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-135\" style=\"width:303px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/wistrela.at\/diepraktischehausfrau\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Rotkehlchen1897.png 212w, https:\/\/wistrela.at\/diepraktischehausfrau\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Rotkehlchen1897-160x300.png 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Volkssage wei\u00df mancherlei zu Lob und Liebe der V\u00f6gel unter dem Himmel zu erz\u00e4hlen, darin ein guter frommer Sinn sich ausspricht, wie man auch aus folgendem entnehmen kann:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Kreuzschnabel hat die Sage dem Herrn Christo geheiligt. Weil er um die Weihnachtszeit br\u00fctet, so sagt man, er trage sich mitten im Winter zur selben Zeit mit m\u00fctterlichen Sorgen, in welcher St. Josef und der Jungfrau Maria das neugeborenen Gotteskind in Hut und Pflege gegeben ward. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als unser lieber Herrgott am Kreuze hing, habe dieser Vogel mit ihm herzliches Mitleiden gehabt und sich viel M\u00fche gegeben, um mit seinem Schnabel die grausamen N\u00e4gel herauszuziehen, womit der Erl\u00f6ser ans Kreuz geheftet war. Er vermochte es aber nicht, und \u00fcber der vergeblichen Anstrengung habe er seinen Schnabel kreuzweis ganz verbogen, wie noch heutigentages an ihm zu sehen sei. Seitdem hafte an diesem Vogel eine besondere Gunst des Himmels; in ein Haus, worin man einen Kreuzschnabel h\u00e4lt, schlage niemals ein Blitz ein; auch von mancherlei Krankheiten bleiben die Inwohner verschont.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch dem Rotkehlchen wird nachgesagt, da\u00df es mit dem leidenden Erl\u00f6ser Erbarmen gehabt habe, wie diesem lieben V\u00f6gelchen wohl jeder zutraut, der ihm einmal in seine milden, treuherzigen Augen gesehen. Es sei um die N\u00e4gelwunden Jesu hin und her geflattert und habe sich \u00e4ngstlich bem\u00fcht, das blutende Opfer loszumachen. Davon r\u00fchre es her, da\u00df das Gefieder um die Brust noch rot ist. Aber es hat ihn auch m\u00fcssen h\u00e4ngen und sterben lassen. Seitdem kann das Rotkehlchen keinen toten Menschen mehr sehen. Es gleicht dem Tobias, der die Erschlagenen und Toten seines Volkes auf den Gassen aufhob und begrub. Wenn irgendwo ein Erschlagener im Wald liegt, von dem niemand wei\u00df und zu dem niemand kommt, da\u00df er ihn aufhebe und bestatte, so fliegt es herzu und legt ein Zweiglein oder einige Bl\u00e4tter auf sein Gesicht, um ihn, so gut es kann, zuzudecken. Welch gro\u00dfe Liebe in dem kleinen V\u00f6gelchen!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"210\" height=\"114\" src=\"https:\/\/wistrela.at\/diepraktischehausfrau\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zier29_210px.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-136\"\/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Volkssage wei\u00df mancherlei zu Lob und Liebe der V\u00f6gel unter dem Himmel zu erz\u00e4hlen, darin ein guter frommer Sinn sich ausspricht, wie man auch aus folgendem entnehmen kann: Den Kreuzschnabel hat die Sage dem Herrn Christo geheiligt. 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