Sport, Spiel & Steckenpferd

Winter­sport 1911

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Rodelmodell 1911

Es gehört jetzt fast zu den gesellschaftlichen Verpflichtungen, wenn schon nicht in Davos und St. Moritz, so doch mindestens im schneereichen Erzgebirge, in der an Wintersportgelegenheiten gleichfalls nicht armen Umgebung von Maria Zell oder auf dem Semmering gewesen zu sein. In den letzten Tagen fanden auf dem Semmering die Sportfeste des Österreichischen Wintersportclubs statt. Eingeleitet wurden diese Veranstaltungen durch ein Ski- springen um den Preis der Semmeringer Bobfahrer. Die sogenannte "Pinkenkogelschanze" wurde als Absprungterrain gewählt. Die erreichten Resultate befriedigten allgemein.… Read more.

Der Opel-Wagenpark des Großherzogs, 1909

Der Großherzog von Hessen verfügt über drei Wagen, die alle nach seinen Angaben karossiert sind. Es sind dies ein Triplphaethon, ein Doppelphaethon mit abnehmbaren Limousinenaufsatz und ein Landaulet.

Alle diese Wagen sind, den hessischen Hofequipagen entsprechend, in dunkelblau gehalten und spärlich mit roten Linien abgesetzt. Bei der Konstruktion der Karosserien war maßgebend, große Flächen und gerade Linien zu erhalten, ohne von den althergebrachten Karosserieformen allzusehr abzuweichen.

Wie man sieht, ist dadurch ein ganz vorzügliches und harmonisches Gesamtbild geschaffen worden, das angenehm von den Erzeugnissen mancher anderer Karosserieerbauer absticht.
Die Karosserien sind in der Wagenaufbauabteilung der Firma A.Opel in Rüsselsheim a.M. ausgeführt worden, deren Untergestelle der hessische Großherzog bevorzugt. Die abgebildeten Wagen haben 50 und 60 PS Opel- Untergestelle.

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U-Boot 100, 1928

Ein neues geistanregendes Gesellschafts-Brettspiel für Erwachsene und die Jugend. Das Spiel schildert in orgineller Weise den Handelskrieg unserer U-Boote. Der Spielplan enthält eine Anzahl Lauerstellen, von denen aus ein U-boot gegebenenfalls die im Zickzackkurs anfahrenden Dampfer torpediert und versenkt. Da U-Boot 1000 kein reines Würfelspiel ist, kann man überlegen, Berechnungen und Kombinationen anwenden. Dabei ist die Spielregel sehr unterhaltend, einfach und leicht verständlich. An unserer reifere Jugend, aber auch an Erwachsene wendet sich das im Wega-Verlag, München 15, Hermann-Schmidstr. 1, erschienene neue Spiel. Gegen Einsendung von 7,50 Mark erfolgt portofreie Zusendung.

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Moderne Amateur­photographie, 1889

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Beim Einstellen des Photographie-Apparates Noch vor wenigen Jahren war so ein wandernder Photograph eine wahre Jammergestalt. Bepackt wie ein Saumtier konnte er wohl nie der Neugierde des Publikums entgehen, das ihn während seiner Operationen gaffend und wohl auch Späße machend umstand. Wenn er nicht Gefahr laufen wollte, daß seinem Apparate, während er im Dunkelzelte die Platten präparierte oder entwickelte, von böswilligen Buben, von zudringlichem Weidevieh oder heftigem Winde nicht gerade die schonendste Berührung zuteil werde, war es unbedingt notwendig, wenigstens… Read more.

Besondere Frauen: Miss Dora Harrison 1911

Exzentrischer Rekordmarsch einer Dame

Zu Fuß von New York nach Tampa (Florida) zu gehen, welche Städte 2000 km voneinander entfernt sind, ist schon für einen Mann eine außergewöhnliche Leistung, wieviel mehr für  eine Dame! Und doch wurde diese Leistung kürzlich von einer jungen Amerikanerin, Miss Dora Harrison, infolge einer Wette um 4000 Kronen ausgeführt.

Das couragierte Mädchen startete in Brooklyn, der Nachbarstadt New Yorks und bewältigte im Durchschnitt 32 km. Es kam sogar einmal vor, daß sie an einem Tage 76 km hinter sich brachte, indem sie in einem Zuge von Baltimore nach Washington ging.

Um ihre Wette zu gewinnen, mußte Miss Harrison die lange Reise ohne einen Cent Geld machen und selbst für ihre Existenzmittel sorgen. Es passierte ihr manchmal, daß sie ohne gegessen zu haben, marschieren mußte. Die amerikanischen Zeitungen haben ausführlich über diese, im Grunde genommen, doch recht zahme Affäre berichtet.

Wenn Miss Harrison manchmal nichts zu essen bekam, so ist ihr auch Recht geschehen. Ihr Unternehmen mag eine mehr oder minder gute Spekulation gewesen sein, ein sportliches Interesse bietet es nicht im Geringsten.

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Das Aeroplan­roulette, 1912

Ein interessantes Roulettespiel scheint sich jetzt in den Pariser Spielsalons einzubürgern. Es ist das „Aeroplan-Roulett“, das in der Hauptsache in einem geschickt gemachten, durch mehr oder minder starke Umdrehungen in rotierende Bewegung zu bringenden Mignon-Flugapparat und einem, in 6 Teile sich gliedernden Kreise besteht, auf dem das Flugzeug dann landet. Die 6 Teile des Kreises sind nach den hervorragendsten europäischen Staaten benannt. Landet der „Rouletteaeroplan“ auf dem Abschnitt Frankreich, so hat beispielsweise der- oder haben diejenigen gewonnen, die auf Frankreich gewettet hatten.

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Fr Opel, Siegerin im Tourenfahren

Sporting-Lady von Opel, 1906

Fr. Opel aus Rüsselsheim, eine bekannte Sporting- Lady, ist jüngst wieder aus einem Tourenwettfahren mit dem von ihr gelenkten Automobil als Siegerin hervorgegangen.
Es sei hier bemerkt, daß die Familie Opel längst als eine hochsportliche zu Ruf gelangt ist. So stellte sie vor anderthalb Jahrzehnten auf einmal gleich drei deutsche Meisterfahrer im Radsport. Zwei von diesen Brüdern, und zwar Heinrich und Fritz Opel, haben auch in Wien sportliche Lorbeeren gepflückt. 1906

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